Die Selber Chroniken ergänzen die Unternehmensdarstellungen um Stadtentwicklung, Erwerbsarbeit und Erinnerung. Sie entstanden zu unterschiedlichen Zeiten und können auf älteren Veröffentlichungen beruhen.
Hermann Bohrer schildert Fabrikaufbau, Rohstoffversorgung und Arbeitsbeginn. Für die Gründungsgeschichte sind besonders S. 208 und 230–231 relevant. Die Angabe 1896 zum Erwerb der späteren Abteilung B widerspricht anderen Quellen. (L09)
Clöter beschreibt 1867 den Wandel zwischen Landwirtschaft, Weberei und Fabrikarbeit. Riess nennt 1900 die damalige Größe des Unternehmens und blickt 1949 auf Arbeitsverhältnisse und Industrialisierung zurück. Riess verweist im Vorwort von 1900 auf Clöter; seine Darstellung ist daher nicht durchgehend unabhängig. (L10; L11; L12)
Die FGV-Chronik von 2000 ordnet die Industrie in die Stadtgeschichte ein. Ihre Angaben zum Kauf der Ludwigsmühle und zu Werk B weichen teilweise von anderen Darstellungen ab. Die Verlagsbeilage von 2001 enthält ergänzende Angaben zur Fabrikgründung. (L13; L14)
Ludwig Schmidt behandelt den Verlust des älteren Stadtbildes und den Wiederaufbau nach dem Brand. Adolf Krauß beschreibt 1926 einen Rundgang durch Selb und das damalige Heimat- und Altertumsmuseum. Seine Literaturliste nennt Clöter, Riess und die Nachrichten von 1769. (L16; L20)
Dieter Arzberger gab 1982 eine anonyme Chronik heraus. In den vorhandenen beiden Scans fehlen die Haupttextseiten 9–178. Die Historischen Nachrichten von 1769 behandeln ältere Kirchen- und Stadtgeschichte; sie bilden keine eigenständige Industriechronik des 19. Jahrhunderts. (L17; L18)
Die vorhandenen Serien behandeln ältere Stadtgeschichte um die Urkunde von 1281 sowie die Gottesackerkirche. Die genauen Zeitungsdaten sind in der Ablage nicht vollständig belegt. (L19)