Fabrikgebäude, Werkhöfe und Verkehrswege machen Industriegeschichte im Stadtraum sichtbar. Die erhöhte Aufnahme des früheren Werkes B zeigt die Ausdehnung des Areals. Ihr Fotograf und ihr Aufnahmedatum sind bisher nicht gesichert; das Bild wird deshalb ohne Jahresdatierung verwendet. (B08)

B08 Werk B im Stadtraum. Aus dem Bildarchiv; Fotograf und Aufnahmedatum nicht gesichert. (B08, Bildnachweis)
Die Aufnahme lädt dazu ein, Gebäude und Funktionen genauer zuzuordnen: Wo lagen Herstellung, Verwaltung und Versand? Welche Bauten kamen später hinzu? Der Vergleich mit der 1957 veröffentlichten Ansicht ergänzt die schriftliche Unternehmensgeschichte um überlieferte Zustände des Werkkomplexes. (B09; L15, S. 5)
Ein undatierter Text des Produktdesigners Dominik Voigt dokumentiert eine damalige Position zur Erhaltung von Werk B. Seine Vorschläge für kulturelle und gestalterische Nutzungen sind als Beitrag zur Erhaltungsdebatte zu lesen. Der Text belegt nicht, dass diese Vorschläge umgesetzt wurden. (L05)
Die museale Erinnerung hat mehrere Orte. Das Museum in Hohenberg eröffnete 1982 in der ehemaligen Villa von Carl Magnus Hutschenreuther. Der Selber Standort des Porzellanikon befindet sich in einer historischen Rosenthal-Fabrik. Auch hier hilft es, die Unternehmensgeschichten auseinanderzuhalten. (W04)
Bereits 1926 beschrieb Adolf Krauß im Selber Heimat- und Altertumsmuseum einen Porzellansaal und Schränke, die Firmen gestiftet hatten. Für die heutige Dokumentation bleiben neben Gebäuden deshalb auch Stücke, Kataloge, Fotografien und persönliche Erinnerungen wertvoll. Ihre Herkunft und Datierung gehören zur Geschichte, die mit ihnen erzählt wird. (L20, S. 18)
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