Porzellan war Gebrauchsgeschirr und zugleich ein Material für künstlerische Entwürfe. Bei Lorenz Hutschenreuther verbanden sich die Ausbildung an der Selber Fachschule, neue Formen und die industrielle Fertigung. Fritz Klee nahm dabei eine zentrale Stellung ein. (L03, S. 29; W07, S. 189 und 203)
Die Datierung verlangt einen Blick auf die verwendeten Begriffe. Die Firmenfestschrift von 1957 nennt für die Kunstabteilung 1917. Ellen Mey datiert die Einrichtung der „Abteilung für Kunst“ im Museumskatalog auf das erste Halbjahr 1918, nach dem Erwerb der Fabrik Paul Müller; 1923 bezog sie einen Neubau in Werk B. Beide Angaben bleiben nachvollziehbar. (L03, S. 29; W07, S. 189)
Das schwarz-goldene Déjeuner lässt sich genauer bestimmen: Modellnummer 111, Entwurf Fritz Klee, 1918. Diese Zuordnung ist in der Pressebildliste des Museums dokumentiert und wird durch das Formenverzeichnis des Katalogs bestätigt. (L04, PDF-S. 1, Bild 9; W07, S. 194)

B06 Déjeuner, Modell 111, Fritz Klee, 1918. Foto: Porzellanikon Hohenberg, Deutsches PorzellanMuseum. (L04, Bild 9; W07, S. 194)
Die Katalogtafeln zeigen Tierfiguren und menschliche Figuren mit Modellnummern. Sie verdeutlichen die Vielfalt eines verkäuflichen Sortiments. Das Jahr 1927 folgt hier der Ablage im vorhandenen Archiv; ein geprüftes Titelblatt für diese Tafeln liegt noch nicht vor. Die Jahresangabe wird deshalb als Archivzuordnung bezeichnet.

B05 Katalogtafel 2 mit Tierfiguren, Modellnummern und dem Firmenzeichen der Abteilung für Kunst. Im Archiv dem Katalog von 1927 zugeordnet.

B07 Katalogtafel 10 mit figürlichen Porzellanen, Modellnummern und Kennzeichnung der Abteilung für Kunst. Im Archiv dem Katalog von 1927 zugeordnet.
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